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Lexikon

Von A wie Arbeitsmarkt bis Z wie Zukunft. Für Schüler und Abiturienten

Arbeitsmarkt

Dieses Thema ist eigentlich sehr komplex und viele Politiker raufen sich tagtäglich die Haare, um zu orakeln, wie es denn um unseren Arbeitsmarkt bestellt ist. An dieser Stelle soll jedoch auf langweilige Statistiken verzichtet werden. Diese gibt es in regelmäßigen Abständen von der Bundesagentur für Arbeit (BfA), in den Nachrichten und im Netz der Netze.

Daher nur das allerwichtigste in Kürze: Bessere Zeiten als jetzt hat es für Elektroingenieure eigentlich nie gegeben. Also haben angehende Elektroingenieure allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Sie gehören zu den begehrtesten Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt. Den naturgemäß hohen Anforderungen des Arbeitsmarktes müssen die Absolventen natürlich immer gerecht werden. Mit hohen Anforderungen sind hier vor allem Fremdsprachenkenntnisse sowie fundierte Fachkenntnisse gemeint. Unter den Fremdsprachen ist hier speziell Englisch zu nennen. Ein erfolgreicher Ingenieur von heute kommt ohne umfangreiche Englischkenntnisse in seinem Beruf nicht mehr aus, nicht zuletzt auch deshalb, weil zunehmend wissenschaftliche und technische Texte ausschließlich über das Internet einem internationalen Publikum zugänglich gemacht werden. Sichere Englischkenntnisse sind somit fast immer eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung in einem Unternehmen.

Mehr und mehr ist ebenfalls zu beobachten, dass einer unbefristeten Einstellung in einem Unternehmen (ob großes oder kleines Unternehmen spielt eigentlich keine Rolle) ein erfolgreich absolviertes Praktikum vorangeht. Solch ein Praktikum, fester Bestandteil des Elektrotechnikstudiums an der Universität Rostock, stellt zugleich eine exzellente Möglichkeit dar, einen Einblick zu bekommen, wie sich das in den Vorlesungen vermittelte Wissen denn nun auch in der Praxis anwenden lässt.

Bachelor of Science

Der erste akademische Grad wird nach Abschluss eines ersten berufsqualifizierenden wissenschaftlichen Studiums von den Hochschulen vergeben....weiter

Bug- Fehler oder Wanze?

Der Begriff "Bug" kommt ursprünglich aus dem Englischen und bezeichnet einen kleinen Käfer, eine Wanze oder auch allgemein ein Insekt. Doch was haben Käfer auf dieser Seite zu suchen? Wie fand dieser Begriff Einzug in die Technik der Computer?

Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Wort "Bug" für kleine Fehler in mechanischen und elektrischen Teilen verwendet. Dies kam wohl auch daher, dass man sich so zum Beispiel das Knistern und Rauschen in damaligen Telefongesprächen bildlich durch das Knabbern von kleinen Käfern an den Telegraphenleitungen vorstellen konnte.

Einer anderen Erklärung zufolge stammt dieser Begriff aus den Anfängen des Computerzeitalters, als Rechner noch aus Relais aufgebaut waren. In solchen Computern führten Käfer (engl. Bug) zu Fehlfunktionen, wenn sie die Kontakte eines Relais berührten und so ihr Ableben zu einem Kurzschluss im System führte.

Heute wird der Begriff "Bug" in der Technik, besonders in der Programmierung von Software, allgemein für Fehler verwendet.

Campus-Spezialisten

Die Campus-Spezialisten der Uni

Nicht alle Informationen sind bei einem einzigen Ansprechpartner zu bekommen. Daher ist es wichtig zu wissen, wo man sich am besten wozu informiert.

Die Campus-Spezialisten sind studentische Ansprechpartner für Studieninteressierte und neue Studenten an der Universität Rostock.

Bei Fragen könnt Ihr Euch direkt an sie wenden ...

Diplom-Ingenieur

Den Ingenieuren ist der Diplom-Titel so heilig wie vielen älteren Leuten der „Herr Doktor“. Er gilt als Zeichen besonderer Kompetenz und ist das langjährige Gütesiegel deutscher Ingenieure.

Den Titel des Diplom-Ingenieurs gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. Er geht auf einen Erlass des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilhelm II. zurück. Am 11. Oktober 1899 wurde er anlässlich der Hundertjahrfeier der Technischen Hochschule Berlin verkündet. Damit gab Wilhelm II. den Technischen Hochschulen in Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Bedeutung das Recht, den Diplom-Ingenieur zu verleihen und zu promovieren. Auch heute noch schwellen die Ingenieure stolz die Brust ....weiter

Elektroingenieur

Das Berufsbild des Elektroingenieurs befindet sich aufgrund des immensen technologischen Fortschrittes und des stetig wachsenden Marktes für technologische Produkte in ständiger Weiterentwicklung.

Gerade in den Zukunftstechnologien eröffnen sich neue Tätigkeitsfelder. Digitale Datentechnik und Mobilfunk, Satellitentechnik und -telefonie, Umwelttechnik und intelligente Steuerungssysteme - kaum ein zukunftsträchtiger Bereich, in dem Elektroingenieure nicht an vorderster Front die Entwicklung gestalten. Die Art der Tätigkeit ist so breit gespannt wie in kaum einem anderen Beruf.

Ingenieure, die hochintegrierte Schaltungen für neue Chips entwickeln, scheinen mit Kollegen, die Generatoren für Kraftwerke konstruieren, Fertigungsstraßen der Automobilindustrie einrichten und überwachen oder den Standort von Sende-Antennen für Mobilfunknetze und Netz-Sicherheitslösungen planen, kaum mehr gemeinsam zu haben als die Berufsbezeichnung. Die Aufgabenbereiche sind vielfältig und beinhalten z.B. die Herstellung elektrischer und elektronischer Bauteile oder Baugruppen (Leiterplatten, Regler, Sensoren, Mikrosysteme usw.), die Wartung und Instandhaltung elektrischer oder elektronischer Systeme oder auch die Projektierung, Produktion und der Betrieb von Kommunikationsanlagen bis hin zum Einkauf und Verkauf elektrischer oder elektronischer Systeme.

Da die Zahl der studierten Elektroingenieure weitaus geringer ist, als die am Markt angebotenen Stellen, bieten sich zukünftig hervorragende Berufschancen. Nach einer Umfrage des Zentralverbands der Elektroindustrie (ZVEI) unter 210 deutschen Unternehmen nimmt die Anzahl der Ingenieure - trotz insgesamt sinkender Mitarbeiterzahlen - seit 1993 kontinuierlich zu.

Elektronenröhre

Klassische Elektronenröhren
Klassische Elektronenröhren

Am Anfang war die Röhre - die Elektronenröhre. Geheimnisvoll leuchtend revolutionierte sie die Welt der Elektrotechniker. Mit ihrer Hilfe war es Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals möglich, Elektrizität durch Elektrizität an- und abzuschalten und auch zu vertärken. In Deutschland wurde die "Röhre" im sogenannten Volksempfänger eingesetzt, der vielen Menschen ab 1924 zum ersten Mal den Empfang von Rundfunkprogrammen ermöglichte.

Aber warum war das so etwas Besonderes? Vor der Erfindung der Elektronenröhre war es nicht möglich, Elektrizität zu verstärken. Deshalb lieferten die ersten Radios, die noch ohne Elektronenröhren gebaut wurden, nur leise Kopfhörerlautstärke ... da kam kein Konzert-feeling auf. Die "Röhrenradios" blieben bis in die 1960-er hinein aktuell. Nach dem Aufkommen der Transistortechnologie, die viele Vorteile gegenüber der Elektronenröhre besitzt, wurden Geräte mit "Röhre" durch solche mit Transisoren ersetzt und das "Röhrenradio" verschwand langsam von der Bildfläche.

Dennoch hat sich die Elektronenröhre bis heute gegenüber dem Transistor in einigen Technologienischen, wie zum Beispiel bei High-End Audiogeräten, behaupten können.

Großrechner

Der amerikanische Großrechner Mark1.
Großrechner Mark1

Solche Rechner gab es und gibt es auch immer noch. Früher füllten die ersten Rechner ganze Turnhallen, weil sie einfach nur riesig waren. Das, was sie an Gewicht und Energieverbrauch erreichten, kam einem durchschnittlichen Güterzug gleich. Dabei war ihre Rechenleistung deutlich geringer, als die eures Schultaschenrechners. Zu den ersten Großrechnern (groß im Sinne der Ausmaße und des Gewichtes) zählten: der amerikanische Mark1 und ENIAC, Konrad Zuses Z4 und auch typische Großrechner der EC-Serie in der DDR.

Der amerikanische Großrechner ENIAC 1
Großrechner ENIAC1

 

Aufgrund ihrer Größe war auch das Auffinden von Fehlern und Defekten in diesen Computern - oder besser Maschinen - sehr schwer. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff Computer-Bug. Fehler innerhalb des Großrechners wurden sehr oft durch Fliegen, Käfer und andere Kleintiere verursacht, die zum Beispiel Kurzschlüsse auf den Leiterplatten verursachten und dann verkohlt im Innern des Großrechners aufzufinden waren.

Konrad Zuses Großrechner Z4
Konrad Zuses Großrechner Z4

Heutige Heimcomputer sind deutlich kleiner. Trotzdem bietet jeder Laptop ein Vielfaches der Leistung dieser alten Dinosaurier. Jedoch gibt es auch heute noch moderne Großrechner, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Ihre Leistungsdaten sind unvorstellbar hoch. Und doch sind sie teilweise immer noch zu langsam für die Berechnung komplexer Experimente, Klima- und Wettersimulationen. Selbst als Schachcomputer tun sie sich schwer gegen einen menschlichen Gegner.

Langen Nacht der Wissenschaft

Wissenschaftliche Einrichtungen der Region Rostock boten in den vergangenen Jahren jeweils zur "Langen Nacht der Wissenschaft" den Rostockern und ihren Gästen Einblick in in ihre Labore und Forschungsthemen, und die nächste "Lange Nacht" kommt bestimmt.

"Wissenschaft kommunizieren" lautet das Motto, das sich an die interessierte Bevölkerung, Unternehmer, heimliche und selbsternannte Hobbywissenschaftler, Schüler und Studenten richtet.

Master of Science

Die Abschlussbezeichnung „Master“ und eine neue Studienstruktur wurden in vielen Ländern Europas im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses eingeführt, dessen Ziel die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums ist....weiter

Mr. Bean

"Mr. Bean" - Rowan Sebastian Atkinson , der ursprünglich Elektroingenieur werden wollte und in Oxford studierte, begann seine Karriere 1979 ....weiter

Studienbüro

Im Studienbüro werden dem Studenten Fragen bezüglich seines Studiums beantwortet. Hier geht man zum Beispiel hin, wenn man sich für Prüfungen eintragen möchte, um Notenaushänge zu besichtigen, Fragen zur Fächerwahl im Hauptstudium hat oder einen Antrag auf Urlaubssemester stellen möchte.

Universität

Universitäten (verkürzt vom lateinischen universitas magistrorum et scholarium, „Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden“) sind Hochschulen mit Promotionsrecht, die die Gesamtheit der Wissenschaften in Lehre und Forschung pflegen sollen, um damit ihren Studenten ein möglichst umfassendes Fächerspektrum für eine wissenschaftsbezogene Berufsqualifikationen zu bieten. mehr...

Vorlesung

Die Basis eines Studiums ist die Vorlesung, eine 90 minütige Veranstaltung, bei der alles schweigt (die Studenten) und einer spricht (der Professor).

In der Vorlesung wird reines, komprimiertes Wissen vermittelt. Insgesamt kann der Student über 80 verschiedene Vorlesungen der Elektrotechnik besuchen.
Da also die Vorlesung quasi nur die Theorie vermittelt, gibt es noch passende Übungen und Seminare, um das Gelernte zu vertiefen.

Zitteraal

Elektrotechnik hat nicht immer nur was mit Technik zu tun. Wir finden sie auch in Lebewesen wieder. Der wohl bekannteste Vertreter angewandter Elektrotechnik ist der Zitteraal.

Dieser Fisch erzeugt zur Verteidigung aber auch zur Jagd gefährliche Stromstöße. Dazu ist der größte Teil seines Körpers mit elektrischen Organen besetzt. Diese sogenannten Elektroplasten erzeugen jedes für sich nur eine geringe Spannung. Durch deren Zusammenschaltung, wie bei der Reihenschaltung von Batterien, können aber bis zu 500 Volt entstehen. Die Steckdose im Haushalt hat nur 220 Volt. Als Elektrotechniker lernt man jedoch, dass nicht nur die Spannung, sondern auch der Strom für die Gefährlichkeit entscheidend ist. Hier schafft es der Zitteraal auf 1 Ampere. Multipliziert man nun Spannung und Strom, erhält man die Leistung. Das wären 500 Volt x Ampere = 500 Watt. Ein guter Tauchsieder leistet nur etwa das Doppelte. So kann man sich vorstellen, dass ein Zitteraal sogar größere Tiere oder einen Menschen töten kann.

Der Zitteraal setzt seine besondere Fähigkeit aber auch friedlich ein. Schwächere Stromstöße benutzt er zur Orientierung und Kommunikation mit anderen Zitteraalen.

Interessant ist, dass die Elektroplasten nur umfunktionierte Muskeln sind. Muskeln werden durch elektrischen Strom gesteuert. Dies wurde durch Luigi Galvani mehr oder weniger zufällig entdeckt, als sich beim Sezieren von Fröschen diese plötzlich bewegten. Die dafür nötigen Stromstöße kamen von einer Elektrisiermaschine am anderen Ende des Tisches.

Zukunft

Wer die Zukunft mit Sicherheit vorhersagen kann, bräuchte gar nicht mehr zu arbeiten, denn der nächste Jackpot im Lotto wäre ein sicheres Schnäppchen. Doch ohne Arbeit wäre es auf Dauer dann sicherlich auch sehr langweilig!

Eins ist jedoch sicher ― und dafür braucht man kein Hellseher zu sein ― auch in der Zukunft wird es für Menschen, die erfolgreich ein Studium der Elektrotechnik bzw. Informatik abgeschlossen haben, mehr als genug Chancen auf dem Arbeitsmarkt geben, denn unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch von einer Industrie- und Automationsgesellschaft hin zu einer Informations- und Dienstleistungsgesellschaft.

Industrie- und Automationsgesellschaft in den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts hieß große Industrieanlagen (etwa in der Stahl-, Chemie- und Autoindustrie). Viele Vorgänge in diesen Anlagen wurden und werden immer mehr automatisiert. Das setzte eine Menge Arbeitskräfte frei.

Doch dieser Prozess ist heute im Wesentlichen abgeschlossen. Vielmehr ist seit dem Anfang der 90er Jahre zu beobachten, dass immer mehr Unternehmen entstehen, die sich mit dem Anbieten von Serviceleistungen rund um das Internet befassen. Dies beginnt bei der Bereitstellung von Serverhardware zur Speicherung der Information und setzt sich fort beim Angebot von Serviceleistungen zur Installation und Instandhaltung solcher Internet-Serverfarmen.

Zu guter letzt ist es natürlich auch so, dass Kunden sich gern professioneller Hilfe bedienen, um ihre Webpräsenz aufbauen zu lassen. Dieser ganze Industriezweig, der sich rund um das Internet entwickelt hat, ist ein gutes Beispiel für die Entwicklungsrichtung der heutigen Gesellschaft. Erfreulich dabei ist, dass ein hoher Prozentsatz der Arbeitskräfte, die in diesen Bereichen benötigt werden, Absolventen der Informatik und Elektrotechnik sind.

Beispiele für einige Zukunftsprojekte:

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