Aktuelle Pressemeldungen

Aktuelle Pressemeldungen von und über die Institute der Elektrotechnik:  2018   2017

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Universität Rostock vergibt Promotionsstipendien an die besten Master-Absolventen

Erstmals eigenes Promotionsstipendienprogramm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ausgeschrieben

Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, im Gespräch mit Hans Herrmann, Stipendiat des Programmes „Unsere besten Master promovieren in Rostock“. (Copyright: Universität Rostock/Medienservice).
Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, im Gespräch mit Hans Herrmann, Stipendiat des Programmes „Unsere besten Master promovieren in Rostock“. (Copyright: Universität Rostock/Medienservice).

27. Februar: Hans Herrmann hat an der hiesigen Universität Elektrotechnik studiert. „Diese Chance mit dem neu aufgelegten Promotionsstipendienprogramm ist für mich ein überraschendes Glück“, räumt er ein. Besonders dem Dekan der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, Professor Mathias Nowottnick, ist er für die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung dankbar. „Es geht mir nicht nur um den Doktor-Titel, sondern auch darum, dass ich an der Uni etwas leisten kann, worauf ich später stolz bin“, sagt der junge Mann. Sein Forschungs-Thema möchte er in der Medizintechnik angesiedelt wissen. „Ich finde diesen Bereich spannend, weil er Zukunft hat und später gute Berufsaussichten bietet“. Zudem sei das Forschungsfeld an der Universität Rostock fächerübergreifend ausgerichtet. Sein Doktorvater Professor Hartmut Ewald habe ihn sehr bei der Findung eines interessanten Themas unterstützt. „Er wird mich über die kommenden Jahre bei meinem Promotionsvorhaben begleiten“, freut sich der junge Mann auf die Forschungsaufgabe.

Nach dem Abitur hat Hans Herrmann zunächst ein halbes Jahr in einem Londoner Hotel gearbeitet, ein weiteres halbes Jahr im spanischen Malaga eine Sprachschule besucht. „Das ist heute ein Aufhänger für jedes Gespräch, wenn es um meine Vergangenheit geht“, schmunzelt der Absolvent. In dieser Zeit habe er aber auch über seine Zukunft nachgedacht und sich sehr bewusst für das Studium der Elektrotechnik an der Uni Rostock entschieden.  Und es nie bereut.  „Aufgrund seiner guten Erfahrungen mit dem Studium an der Universität Rostock und der schönen Stadt Rostock würde er die Entscheidung heute nicht anders treffen“, sagt er.

Neben den ersten Stipendiaten dieses neuen Programms erhielten gleichzeitig weitere neun Absolventen mit überdurchschnittlichen Studienergebnissen über die Landesgraduiertenförderung ein Stipendium für die Zeit ihrer Promotion an der Universität Rostock. Text: Wolfgang Thiel  [mehr]

Kontakt:
Corina Reinheckel
Referentin des Prorektors für Forschung und Wissenstransfer
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-1022
corina.reinheckel@uni-rostock.de

Rostocker Forscher entwickeln mit Mecklenburger Unternehmen Medizinprodukt für den Weltmarkt

Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik und die Medizintechnikfirma Bluepoint Medical

Hartmut Ewald (li) und Dr. Ulrich Timm (mi)
Eine innovative Kooperation: Professor Hartmut Ewald (li) und Dr. Ulrich Timm (mi) vom Institut für Allgemeine Elektrotechnik zusammen mit dem Geschäftsführer der bluepoint medical Bernd Lindner (r.) (Copyright: Universität Rostock / Thomas Rahr).

6. Februar: Von Selmsdorf in die Welt. In dem kleinen Ort nahe Wismar hat die Firma Bluepoint Medical ihren Sitz. Ein Unternehmen, das derzeit international von sich reden macht. Denn es hat gemeinsam mit Forschern von der Universität Rostock ein sensationelles Medizinprodukt entwickelt. Ein unscheinbares, etwa 400 Gramm schweres Gerät, das kontinuierlich die Sauerstoffsättigung im Gehirn des Menschen messen kann. Wichtig ist dies für Patienten, die bei einer großen Operation an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. „Dabei besteht die Gefahr, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt“, erklärt Bernd Lindner, Geschäftsführer von Bluepoint Medical. Aus diesem Grund entwickelten Uni-Forscher gemeinsam mit seinem Team ein Messverfahren, mit dessen Hilfe der Sauerstoffgehalt im Gehirn kontrolliert werden kann. „Zerebrale Oximetrie“ nennt sich dieses Verfahren. „Auf diese Weise kann das Risiko von Hirnschäden nach Operationen mit Herz-Lungen-Maschinen signifikant vermindert werden“, so Lindner.

Möglich wurde die Neuentwicklung durch die intensive Zusammenarbeit der Selmsdorfer Medizintechniker mit der Universität Rostock. Professor Hartmut Ewald vom Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik und sein Assistent Dr. Ulrich Timm arbeiten bereits seit 2009 eng mit dem Selmsdorfer Unternehmen zusammen und bringen beträchtliche Erfahrungen mit. Sie haben unter anderem die neue Technologieplattform „SMARTsat“ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur kontinuierlichen Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung und der Hämoglobinkonzentration des menschlichen Blutes durch Lichtabsorption, also ohne eine Blutentnahme. [mehr]

Gehen mit der Energiewende bald die Lichter aus?

Verbundprojekt Netz-Stabil der Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Wissenschaftler des Forschungsverbundes Netz-Stabil besichtigen das Abfall- und Bioenergietechnikum der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Unter anderem wird hier untersucht, wie Bioabfälle im Rahmen der Sektorkopplung zur Netzstabilität beitragen können (Copyright: Universität Rostock / Martin Rach).
Wissenschaftler des Forschungsverbundes Netz-Stabil besichtigen das Abfall- und Bioenergietechnikum der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. (Copyright: Universität Rostock / Martin Rach).

11. Januar: Netzstabilität wird heute noch im Wesentlichen von den konventionellen Kraftwerken gewährleistet. In Zukunft werden intelligent gesteuerte erneuerbare Energien zusammen mit geeigneten Speicheranlagen diese Aufgabe übernehmen müssen. Im Verbundprojekt Netz-Stabil der Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden dazu aktuell die erforderlichen Grundlagen erforscht.

Mit der Energiewende wurde das Ende der fossil-nuklearen Stromerzeugung eingeläutet. Im Fokus steht dabei die Dekarbonisierung der Energieversorgung, mit der durch die Verminderung der CO2-Treibhausgasemmissionen die – maßgeblich vom Menschen verursachte – globale Erwärmung begrenzt werden soll. Die konventionellen großen Kraftwerke erzeugen aber nicht nur den von den Verbrauchern benötigten Strom, sie sind auch für die Netzstabilität verantwortlich. Damit erfüllen sie eine wichtige Funktion im Energienetz.
Genau hier setzt der Forschungsverbund Netz-Stabil mit seiner Forschung an. Ein Team aus 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Rostock, der Hochschule Stralsund und der Universität Greifswald arbeitet vier Jahre bis März 2021 gemeinsam im Forschungsprojekt, welches im Rahmen des Exzellenzforschungsprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 5 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

Projektkoordinator Professor Hans-Günter Eckel vom Lehrstuhl für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe an der Universität Rostock formuliert die Aufgabenstellung: „Netzstabilität bedeutet für den Verbraucher vor allem Versorgungssicherheit. Verschiedene Disziplinen müssen eng zusammenarbeiten, um mit erneuerbaren Energien die gleiche Zuverlässigkeit der elektrischen Energieversorgung zu gewährleisten, wie wir sie von konventionellen Kraftwerken gewohnt sind.“
„Elektrische Energie lasse sich nicht als Vorrat aufbewahren wie Wasser in einem Speicher“, stellt Magdalena Gierschner, Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Eckel, fest. „Die große Schwierigkeit in der Energieversorgung besteht darin, dass elektrische Energie immer genau dann erzeugt werden muss, wenn der Verbraucher sie benötigt. Denn das Energienetz selbst kann keine elektrische Energie speichern, sondern nur transportieren.“ [mehr]
 

12th International ITG Conference on Systems, Communications and Coding

SCC 2019 vom 11.02. bis 14.02.2019 in Rostock

7. Januar: Vom 11. bis 14. Februar 2019 findet die 12th International ITG Conference on Systems, Communications and Coding SCC 2019 im Hauptgebäude der Universität Rostock statt. Gastgeber und General Chair ist Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Kühn vom Institut für Nachrichtentechnik der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik.

Die SCC zielt darauf ab, die Lücke zwischen Theorie, Anwendungen und verschiedenen Communities im Bereich der Kommunikation zu schließen. Die Konferenz richtet sich gleichermaßen an Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und der Industrie. Sie umfasst die Bereiche der theoretischen Arbeit ebenso, wie Arbeiten aus der angewandten Forschung in verschiedenen Bereichen der Kommunikation.

Die SCC 2019 wird durch die Informationstechnische Gesellschaft (ITG) im Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE) organisiert. Sie findet seit 1994 alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland statt. Die Tagung startete 1994 als Fachtagung „Codierung für Quelle, Kanal und Übertragung“, ab 2000 trug sie den Titel „International Conference on Source and Channel Coding“ und seit 2013 heißt sie nun „International Conference on Systems, Communications and Coding“. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE) ist einer der größten wissenschaftlich-technischen Verbände in Europa für Branchen und Berufe der Elektro- und Informationstechnik. Er hat ca. 36.000 Mitglieder; davon 1.300 Unternehmen und ist auf den Gebieten Wissenschaft, Normung und Produktprüfung tätig. Unter dem Dach des VDE gibt es fünf Fachgesellschaften, darunter die Informationstechnische Gesellschaft (ITG).

Quellen und weitere Informationen:

Student Project Room Elektrotechnik im Seminargebäude neu eröffnet

Fachschaftsrat Elektrotechnik organisiert die Nutzung das IGS-Labors S13

FPGA-Test-Board
FPGA-Test-Board

11. Dezember 2018: Der Student Project Room der Fachschaft Elektrotechnik ist in das Labor S13 des Instituts für Gerätesysteme und Schaltungstechnik im Seminargebäude umgezogen.
Der Student Project Room ist ein Lernraum, der den Studierenden der Elektrotechnik-Studiengänge der Universität Rostock einen einfachen fachlichen Einstieg und die Möglichkeit bietet, theoretische Fragestellungen in der eigenen Anwendung zu bearbeiten, Lösungsansätze handelnd nachzuvollziehen und auszuprobieren sowie eigenständige oder gemeinsame praktische Erfahrungen zu machen, wie z.B. den Aufbau von kleinen elektronischen Schaltungen, das Programmieren von Hardware, die Anwendung von Mess- und Regelungstechnik sowie von Netzwerktechnik. Die Labornutzung wird durch den Fachschaftsrat Elektrotechnik organisiert. Er organisiert ebenso die Erstellung und Bereitstellung von Musterprojekten, kleinen technischen Geräten, Mess- und Regeleinrichtungen sowie von Netzwerktechnik nebst Anleitungen. Eine feste Partnerschaft zum Institut für Gerätesysteme und Schaltungstechnik sowie die fachliche Beratung und Begleitung durch das Institut sichern die Nachhaltigkeit.

Die Fachschaft öffnet den Projektraum regelmäßig am Dienstag und Donnerstag von 09:00 – 11:00 Uhr und 12:30 – 16:00 Uhr sowie am Mittwoch von 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr.

Zuvor befand sich der 2016 eingerichtete Student Project Room im Oskar-Keller-Institut (OKI) auf dem Campus Justus-von-Liebig-Weg. Nach dem Umzug in das Seminargebäude im Sommer 2018 wurde der neue Raum eingerichtet und parallel bereits aktiv genutzt. Der Raum wird am neuen Standort von den Studierenden sehr gut angenommen. Die Wege sind durch den Umzug deutlich kürzer geworden.
Die Einrichtung des „Student Project Room“ für die Studierenden der Elektrotechnik wurde im Jahre 2016 als studentisches Projekt bzw. Studientische Initiative unter Leitung des Fachschaftsrates Elektrotechnik aus dem Fonds des Prorektors für Studium, Lehre und Evaluation gefördert.

Englischsprachiger Studiengang zieht junge Leute aus aller Welt nach Rostock

Der Studienort Rostock wird immer internationaler.

Der aus der Mongolei stammende Enkhtuvshin Janchivnyambuu ist voll des Lobes über die guten Möglichkeiten des Studiums an der Uni Rostock (Copyright: privat).
Der aus der Mongolei stammende Enkhtuvshin Janchivnyambuu ist voll des Lobes über die guten Möglichkeiten des Studiums an der Uni Rostock (Copyright: privat).

26. Juli 2018: Die Alma Mater der Hansestadt pflegt ihr Image als weltoffene Wissenschaftsinstitution. „Wir wollen die Internationalisierung voranbringen“, sagt Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck. Während vor einem guten Jahr etwa sechs Prozent der Studierenden aus dem Ausland kamen, sind es jetzt elf Prozent.
Einen regelrechten Boom gibt es auf den 2014 gegründeten englischsprachigen Studiengang Elektrotechnik (Electrical Engineering). „Für das Wintersemester liegen uns über 500 Bewerbungen von Studenten aus 16 Ländern vor“, konstatiert Professor Dirk Timmermann, Direktor des Instituts für Angewandte Mikroelektronik der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock. Etwa 100 Bewerber werden zugelassen. Allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda interessieren sich junge Leute aus dem Ausland für dieses Fach in Rostock. Der Studiengang startete 2014 mit nur zehn Studenten. Nahezu raketenartig potenzierten sich seitdem die Bewerberzahlen. So kommt es, dass dieser inzwischen der erfolgreichste internationale Studiengang an der Universität Rostock geworden ist. „Eine fundierte Ausbildung und die sehr gute individuelle Betreuung zahlen sich aus“, sagt Professor Timmermann.
Die Leiterin des Student Service Centers der Universität Rostock, Anja Klütsch, konstatiert: „Der Master-Studiengang Electrical Engineering kann für die Universität Rostock wirklich als großer Wurf bezeichnet werden. Er bringt Studierende unterschiedlichster Nationen zu uns an die Küste und bildet somit eine wichtige Säule der Internationalisierung unserer Alma Mater.“
Rektor Professor Schareck kündigt indes an, dass gemeinsam mit den Fakultäten überlegt werde, weitere englischsprachige Studiengänge aufzulegen, beispielsweise in der Informatik. Für die Physik konnte die Universität Rostock zwei namhafte Professoren gewinnen, die aus Griechenland bzw. Argentinien an die Universität Rostock gewechselt sind.
Enkhtuvshin Janchivnyambuu, der aus der Mongolei gekommen ist, beendet im August sein englischsprachiges Masterstudium an der Universität Rostock. Der aus Ulan Bator stammende junge Mann hat bereits vor seinem Bachelor-Studium in seiner Heimat als IT-Spezialist in drei Firmen gearbeitet. „Mit dem Abschluss aus der Mongolei ist es schwer, in Deutschland in einem Masterstudiengang Fuß zu fassen“. Die Universität Rostock sei die einzige gewesen, die seine Bewerbung entgegen genommen habe, sagt der 36-Jährige. Die Rostocker Universität setze auf individuelle Leistungs-Tests, da die fachlichen Voraussetzungen in den Ländern unterschiedlich seien, betont Professor Timmermann. Für den jungen Mongolen hat er die beste Beurteilung parat: hochmotiviert, interessiert und mit fachlichem Durchblick. Janchivnyambuu, der seine berufliche Zukunft in der deutschen Auto-Industrie sieht, ist indes des Lobes voll über die sehr gute Ausbildung und exzellente Betreuung an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik. „Die Labore sind auf dem neuesten Stand, Materialien stehen jederzeit zur Verfügung und die Bibliothek ist super“, sagt der junge Mann. In Rostock sei das Verhältnis von Studenten und Dozenten freundlich. In der Mongolei dagegen gebe es eine strenge Hierarchie und eine Distanz. An der Universität Rostock werde durch das Vertrauensverhältnis die Eigeninitiative der Studenten gefördert. „Das ermuntert zum Forschen. Rostock gehört für mich weltweit zu den Spitzen-Unis“, sagt der Mongole. Sein Bruder, mit dem er sich regelmäßig austausche, studiere in den USA. Insofern könne er sich das Urteil erlauben. Text: Wolfgang Thiel